Bitte setzen Sie sich! Wir möchten Sie bereits jetzt, als zukünftige Bauherren, über den allgemeinen Ablauf eines Bauvorhabens informieren. 


1. Die Finanzierung

Als ersten Schritt ist es empfehlenswert zunächst einmal die finanziellen Gegebenheiten zu prüfen. Schlussendlich entscheidet die finanzielle Lage darüber, wo und wie Sie Ihren Traum vom Eigenheim verwirklichen können. Führen Sie hierzu Gespräche mit den Banken und lassen Sie sich ausführlich über Förderungen und Einsparpotenziale beraten. Prüfen Sie mehrere Angebote und entscheiden Sie sich für die Bank Ihres Vertrauens. Nicht selten verlangen Banken für die Baufinanzierung ein schlüssiges Baukonzept mit einer Einschätzung der voraussichtlichen Baukosten. Wir beraten Sie gerne und erarbeiten gemeinsam mit Ihnen ein ausführliches Konzept.

 

 

2. Grundstück suchen

Bei der Suche nach dem geeigneten Grundstück kommt es auf die folgenden drei Hauptkriterien an.

 

2.1 Die Lage

Eine gute Lage bedeutet eine gute Infrastruktur. Dazu sollte geprüft werden, wie stark die Straße befahren wird, ob es öffentliche Verkehrsmittel oder Geschäfte in der Nähe gibt und wie es mit Ärzten oder Bildungseinrichtungen steht. Wobei diese Aspekte sehr Individuell nach Vorlieben ausfallen können. Außerdem ist die Sonneneinstrahlung entscheidend dafür, ob sich bei dem Baugrundstück eine Terrasse oder ein Balkon realisieren lässt. Liegt das Gebiet am Hang, sollten Sie die Zufahrtsstraße auf Risse überprüfen. In diesem Fall sollte ein Bodengutachten erstellt werden, um Schäden am neuen Haus auszuschließen.

 

2.2. Die Nutzungsart

Falls Sie ein passendes Grundstück gefunden haben, beantragen Sie bei Ihrem örtlichen Stadt- und Bauplanungsamt Einsicht in den Bebauungsplan. Der Bebauungsplan gibt auch Auskunft über etwaige Vorschriften zum Hausbau. So sind mitunter sogar die Form des Daches und die Gebäudeausrichtung festgelegt. Sollte es keinen Bebauungsplan geben oder ergeben sich bei diesem Schritt Rückfragen, können wir Sie gerne bei der Einsicht in den Bebauungsplan unterstützen und eine Bauvoranfrage für die mögliche Bebauung einreichen.

 

2.3 Die Erschließung

Ist ein noch völlig unerschlossenes Grundstück in der engeren Auswahl, wird eine Baugrunduntersuchung unausweichlich. Damit versichern Sie sich, dass keine Altlasten vorhanden sind, die den Baugrund unbrauchbar machen könnten. Auch der Anschluss an den öffentlichen Straßenverkehr, an Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungsanlagen muss gewährleistet sein. Sind die Kosten dafür im Kaufpreis des Grundstückes nicht enthalten, können Investitionen von bis zu 15 Prozent der Hausbaukosten für die Erschließung des Versorgungsnetzes für das jeweilige Grundstück hinzukommen. Das sollten Sie beim Kauf des Grundstücks mit einkalkulieren.

 

 

3. Der Architekt

Sie haben ein Grundstück gefunden, nun ist es an der Zeit sich konkretere Gedanken über Ihre Vorstellungen vom Eigenheim zu machen. Wünschen Sie sich ein Passiv-, Fertig- oder Massivhaus? Wie soll die Fassade aussehen? Wie sollen die Grundrisse aufgeteilt werden und werden alternative Energieträger integriert? Um diese Fragen zu klären, ist es an der Zeit sich für einen Architekten zu entscheiden. Dieser sollte eine Entwurfsplanung erstellen, welche Ihren Anforderungen entspricht ohne dabei die Kosten aus den Augen zu verlieren. Nachdem der Entwurf ausgearbeitet wurde, reicht der Architekt den Bauantrag zusammen mit allen erforderlichen Unterlagen zur Genehmigung beim Bauamt ein.

 

 

4. Die Bauplanung

Jetzt beginnt die detaillierte Ausführungsplanung, auch Bauplanung genannt. Anhand der Baupläne und Bemusterungen lassen sich die Vorstellungen der Bauherren konkretisieren. Die Ausführungsplanung dient dazu, die Bauaufgabe detailliert zu beschreiben. Anhand dieser Planung werden Ausschreibungen erstellt. Die Planungs- sowie Ausschreibungsunterlagen dienen als Kalkulationsgrundlage für Angebote der Fachfirmen. Zu diesem Zeitpunkt lassen sich die Kosten genauer bestimmen. Somit ist, für die ausführenden Firmen als auch für Sie als Bauherren, eine Kostensicherheit gewährleistet. 

Noch bevor die ersten Firmen beauftragt werden, erstellt der Architekt einen Bauzeitenplan. Dieser dient dazu, den Bauablauf zu koordinieren und ausführende Firmen Fertigstellungsfristen zu setzen. Denn viele Bauherren kündigen bereits im Vorfeld Ihren Mietvertrag und da sollte der Einzugstermin nicht gefährdet werden.

 

 

5. Versicherungen abschließen

Beim Bau eines Hauses kann einiges schief gehen. Angenommen es verletzt sich jemand auf der Baustelle oder Material aus dem Rohbau beschädigt ein geparktes Auto. Für beispielsweise diese Umstände können Sie als Bauherr haftbar gemacht werden. Noch vor Baubeginn sollten Sie sich deshalb über notwendige Versicherungen informieren. Empfehlenswert sind eine Bauherrenhaftpflicht- und eine Gebäudeversicherung mit vorlaufender Rohbauversicherung.

 

 

6. Die Bauarbeiten

Liegt die Genehmigung vor, kann es jetzt endlich losgehen. Ihr bauleitender Architekt ist für die Einrichtung der Baustelle und die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften verantwortlich. Wichtig ist, dass der Baubeginn bei der Baubehörde gemeldet wird. Beginnen die Bauarbeiten, ist auch der Rohbau sehr zügig errichtet. Nun kommt es zum Ausbau, sowohl innen als auch außen. Dabei entstehen die unterschiedlichsten Schnittstellen zwischen den ausführenden Gewerken, welche nicht selten bei Konfliktsituationen die Gewährleistung der einzelnen Bauteile und Ausführungen gefährdet. Etwaige Baumängel müssen gemäß VOB zeitnah und fristgerecht gemeldet werden, was sich für den Laien als schwieriger gestaltet als zunächst gedacht. Aus diesem Grund empfehlen wir Ihnen sich von einem erfahrenen Bauleiter oder Architekten beraten zu lassen.

 

 

7. Kosten kontrollieren

Zu den Aufgaben des bauleitenden Architekten im Rahmen der Kostenkontrolle gehört die Überprüfung von Lieferscheinen, Rechnungen und die Arbeit der Handwerker. Damit Sie den Kostenrahmen im Auge behalten, bekommen Sie eine monatliche Übersicht über den aktuellen Kostenstand sowie einen Analyse der voraussichtlichen Kosten bis zur Fertigstellung.

 

 

8. Vor dem Einzug

Sind die Bauarbeiten beendet, muss dies der Baubehörde gemeldet werden. Danach erfolgt die Bauabnahme sowie das Einmessen des Grundstücks für die Unterlagen im Katasteramt. Nun ist der Ausbau des Gartens, der Terrasse und der Außenanlagen an der Reihe. Zu diesem Zeitpunkt kann Ihr Haus bezogen werden. Aber bevor es soweit ist, sollten Sie den nächsten und letzten Punkt beachten.

 

 

9. Einrichten und Möblieren

Wer ein neues Eigenheim betritt, möchte ungerne seine alten Möbel mit ins neue Heim nehmen. Dies konnten wir immer häufiger beobachten. Aus diesem Grund möchten wir Sie darauf hinweisen, rechtzeitig mit den Bestellungen der neuen Möbel zu beginnen. Nur so können im Vorfeld Verzögerungen beim Einzug vermieden werden.

Herzlichen Glückwunsch! Sie haben es geschafft Ihr Traumhaus zu realisieren und so könnte es aussehen.

 

Wir hoffen, dass wir Ihnen eine kurze Zusammenfassung über die bevorstehenden Aufgaben als Bauherren vermitteln konnten und können es kaum erwarten Ihnen bei der Realisierung Ihres Traumhauses beratend zur Seite zu stehen.